Hubertus-Messe in Saint-Hubert

Hubertus-Messe in Saint-Hubert

Jagdhornbläsercorps fuhr am Samstag in die belgischen Ardennen

Dülmen. „Die Aktivitäten des Jagdhornbläsercorps kann ich nur bewundern“, sagte Antonius Schulze Entrup aus Dülmen, stellvertretender Vorsitzender der rund 2 400 Mitglieder zählenden Kreisjägerschaft Coesfeld, am Samstag auf der Rückreise im Bus. Er meinte damit den musikalischen Vortrag der Gruppe unter der Leitung von Bernd Hülk in der Wallfahrtskirche von Saint-Hubert in den Ardennen. Immerhin dem Ort, in dem die Hubertusverehrung ihren Ort hat, der Ort, der sich selber „Europäische Hauptstadt der Jagd und der Natur“ nennt, dem Ort, bis zu den Religionskriegen die bis dato unauffindbaren Gebeine des heiligen Hubertus, vor rund 1 200 Jahren Bischof in Lüttich, ruhten. Wohl keiner der neun Jagdhornbläsercorps im Kreis Coesfeld hatte bisher hier in Saint-Hubert musikalisch gewirkt.
Gleich vier Stücke der fünfteiligen Hubertus-Messe, die Bernd Hülk Ende vergangenen Jahres eigens für sein Dülmener Jagdhornbläsercorps Dülmen neu komponiert hatte und vom Anspruch her auf den Leib geschnitten, trug die Musikgruppe am Samstag während einer feierlichen Messe der „Compagnons de Saint-Hubert“ vor. Einmal im Jahr kommt die Jägervereinigung in Saint-Hubert zusammen und nimmt dann im Anschluss an die gemeinsame Messfeier neue Mitglieder auf. Elemente der Zeremonie sind Ansprachen in mehreren Sprachen – auch Deutsche sind Mitglied –, das Ügberreichen eines Trinkpokals, das Einschenken und Austrinken von Rotwein, das Berühren der Schultern mit einem Gewehrlauf und die Überreichung der Plakette und der Urkunde der Gemeinschaft.
Diese Zeremonie erlebten die Dülmener Jagdhornbläser und die begleitenden Mitfahrer im Anschluss an die Messe, die St.-Viktor-Pfarrdechant Markus Trautmann zusammen mit dem Pfarrer von Saint-Hubert zelebrierte. Er war es auch, der die Fahrt nach Saint-Hubert vorgeschlagen hatte, nachdem das Jagdhornbläsercorps Dülmen im vergangenen Jahr seine damals aktuelle Hubertusmesse in St. Viktor vorgetragen hatte.
Dirigent Bernd Hülk setzte daraufhin sein Vorhaben, der positiven musikalischen Entwicklung des Jagdhornbläsercorps gemäß eine neue Hubertusmesse zu komponieren, schnell in die Tag um und studierte mehrere Stücke der neuen Hubertusmesse mit der Gruppe ein.
Komplett zu hören sein wird die neue Hubertusmesse in Dülmen am Samstag, 2. November. Dann lässt das Jagdhornbläsercorps das Introitus, Gloria, Offertorium, Sanctus und Deo Gratias der neuen Hubertusmesse in St. Viktor erklingen.